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Quelle: pnn, von Katharina Wiechers. Ein neuer Stelen-Pfad erinnert an die Potsdamer DDR-Grenze. Auch Fluchtgeschichten wie die von Hubert Hohlbein werden erzählt. Er war persönlich bei der Eröffnung dabei.

Berliner Vorstadt - Der Ost-Berliner Hubert Hohlbein war für seine Flucht perfekt vorbereitet. Der damals 21-Jährige hatte den ganzen Winter über in eisigen Seen das Schwimmen mit dem Schnorchel trainiert, mit Freunden einen Neoprenanzug genäht und die Einstiegsstelle in Potsdam ausgekundschaftet. In der Nacht vom 21. November 1963 war es dann soweit: An der Meierei im Neuen Garten stieg Hohlbein ins Wasser und schnorchelte los. Wenig später konnte er auf der West-Berliner Seite der Glienicker Brücke aus dem Wasser steigen. Er hatte es geschafft.

Quelle: Märkische Allgemeine, von Thorsten Keller. Acht Jahre lang wohnt Gunter Reinhold zu DDR-Zeiten mit Familie in der Villa Schöningen. Sie liegt im streng bewachten Sperrgebiet an der Glienicker Brücke. Zur Eröffnung der Ausstellung „Achtung Grenze“ kehrt der Zeitzeuge zurück. Auf den ersten Blick ist es ein idyllisches Familienfoto, aufgenommen im Jahr 1982: Stolz hält Gunter Reinold seine kleine Tochter Franziska auf dem Arm, im Hintergrund leuchtet die sommerliche Havel. Erst bei genauerem Hinsehen ist am unteren Bildrand der Grenzzaun am Wasser zu erkennen, der Potsdam von West-Berlin trennt.

Der Bereich zwischen der Glienicker Brücke und dem Cecilienhof im Neuen Garten zählt zu den beliebtesten Ausflugszielen in Potsdam. Nur noch wenig erinnert daran, dass hier, im heutigen UNESCO-Weltkulturerbe, bis 1990 die Grenze zwischen der DDR und Berlin (West) verlief. Auf acht Informationsstelen erläutert die Ausstellung den Aufbau der Sperranlagen und thematisiert den Alltag im Grenzgebiet.

Wann: Mittwoch, 10. April 2019 um 15 Uhr
Wo: Vor der Villa Schöningen, Berliner Str. 86, 14467 Potsdam

Grußworte:

  • Dr. Ulrike Gutheil, Staatssekretärin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg
  • Burkhard Exner, Bürgermeister und Beigeordneter für Finanzen, Investitionen und Controlling der Landeshauptstadt Potsdam
  • Dr. Robert Grünbaum, Stellvertretender Geschäftsführer der Bundesstiftung Aufarbeitung für Zeithistorische Forschung Potsdam
  • Prof. Dr. Frank Bösch, Direktor des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF)

Im Anschluss wird ein geführter Spaziergang entlang des Info-Pfads angeboten.

pdfHier können Sie die Einladung downloaden.

Quelle: maz, von Volker Oelschläger. Die Spuren der deutsch-deutschen Teilung sind in Potsdam fast komplett verschwunden. Nun erinnern acht Stelen zwischen Villa Schöningen und Villa Gutmann am Ufer des Jungfernsees an das Sperrgebiet der DDR-Staatsgrenze zu West-Berlin. Historikerin Florentine Schmidtmann vor dem Grenzturm am Potsdamer Jungfernsee. Historikerin Florentine Schmidtmann vor dem Grenzturm am Potsdamer Jungfernsee. Vögel zwitschern, Hunde bellen, eine Kettensäge lärmt weit hinten im Villenviertel. Draußen auf dem Jungfernsee zieht ein weißes Ausflugsschiff vorbei. Florentine Schmidtmann steht in der Sonne und sagt: „Nein, ein Wachturm war das nicht.“ Dabei zeigt die Historikerin auf einen der Zielpunkte des von .ihr recherchierten Informationspfades „Achtung Grenze –Das Sperrgebiet der DDR in Potsdam 1961-1989“, der am Mittwoch eröffnet wird. Der weiß getünchte Bau ist eine schroffe Landmarke in der idyllischen Umgebung. Errichtet 1976, wurde von dort die Seilwinde ausgelöst, mit der die Bertini-Enge für die Schifffahrt blockiert werden konnte.

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Quelle: Potsdamer Neue Nachrichten, von Katharina Wiechers. Die Stelen entlang des Jungfernsees, mit denen an die einstige Grenze in Potsdam erinnert werden soll, lassen noch auf sich warten. Immerhin online kann man diese schon jetzt erkunden.

Die Stelen stehen noch nicht, immer noch nicht. Eigentlich hätten sie im Frühjahr dieses Jahres aufgebaut werden sollen: Informationstafeln, die an die frühere Grenze in Potsdam erinnern. Auch zum Jahrestag des Mauerbaus im August wurde nichts daraus, und der heutige Jahrestag des Mauerfalls wird ebenso ohne Einweihung verstreichen. Pünktlich zum 9. November ist jetzt aber immerhin die zugehörige Webseite grenze-potsdam.de veröffentlicht worden – mit vielen Informationen, eindrücklichen Bildern und teils bislang unveröffentlichtem Material.

Quelle: Potsdamer Neue Nachrichten, von Peer Straube. Die geplante Schaffung eines Informationspfads zur Erinnerung an die frühere DDR-Grenze am Jungfernsee verzögert sich. Eigentlich hätten die unter Federführung des Zentrums für Zeithistorische Forschung (ZZF) erarbeiteten, insgesamt neun Gedenkstelen, bereits im Frühjahr aufgestellt werden sollen. Doch kurz vor dem 57. Jahrestag des Mauerbaus am Montag fehlt von den Informationssäulen noch immer jede Spur – dabei sind sie längst fertig.

Quelle: maz, von Volker Oelschläger. Gegen den Abriss letzter Zeugnissen des DDR-Grenzregimes am Potsdamer Jungfernsee kämpft ein neu gegründeter Verein „Erinnerungsorte Potsdamer Grenze“. Die Zeit drängt: Gerade wurde das Mannschaftsgebäude des Grenzkommandos abgerissen. Als nächstes soll das Dieselhaus fallen, in dem der Generator für die Stromversorgung der Grenzanlagen stand.

Vier Jahrzehnte lang war der Jungfernsee Grenzübergang für den Schiffsverkehr zwischen der DDR und West-Berlin. Zentrales Bauwerk war eine quer über den See geführte Pontonbarriere mit zwei Durchfahrten jeweils in Ufernähe, die mit Seilsperren und Kettennetzen blockiert wurden. Nahte ein Schiff, konnte das Stahlnetz in 35 Sekunden auf Durchfahrtstiefe abgesenkt werden. Ein prominent besetzter Verein „Erinnerungsorte Potsdamer Grenze“ kämpft nun gegen das Verschwinden der letzten Spuren des Grenzregimes am Havelufer an.

Quelle: rbb24, von Laura Kingston. Die Gegend rund um den Potsdamer Jungfernsee war eine der wichtigsten Wasserpassagen zwischen Ost- und Westdeutschland – und damit auch eine der am strengsten bewachten. Heute ist sie ein teures und schönes Wohnviertel. Von Mauergeschichte kaum eine Spur. Das soll sich aber ändern.

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Quelle: Tagesspiegel, von Marco Zschieck. Sie hatten Blumen abgelegt, wie in jedem Herbst, wenn an den Mauerfall ’89 erinnert wird – an den Segmenten der Hinterlandmauer am Griebnitzsee und auch am Mauerrest in Groß Glienicke, der einstigen DDR-Grenze nach Kladow in West-Berlin. 2018 soll ein weiterer Gedenkort in Potsdam hinzukommen: Die Stadtverordneten haben beschlossen, dass am Ufer des Jungfernsees im Frühjahr insgesamt neun Stelen aufgestellt werden und so an die Teilung erinnern sollen.

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Quelle: Potsdamer Neueste Nachrichten, von Jan Kixmüller. Potsdamer Zeithistoriker haben mit dem Verein »Erinnerungsorte Potsdamer Grenze« einen Informationspfad zur Berliner Mauer am Jungfernsee erstellt. Es gab einige Hindernisse. Nun hoffen die Macher, für das Vorhaben von den Stadtverordneten grünes Licht zu bekommen.

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Quelle: PotsdamTV

Quelle: Potsdam TV

Quelle: Potsdamer Neueste Nachrichten, von Marco Zschieck. Die Idee für eine Mauergedenkstätte an den ehemaligen Grenzanlagen am Jungfernsee nimmt eine konkretere Form an. Derzeit erstellt die Stadtverwaltung in Zusammenarbeit mit dem Verein »Erinnerungsorte Potsdamer Grenze« ein Konzept dafür. Die interne Abstimmung dafür sei im Gange, teilte die Stadtverwaltung auf PNN-Anfrage mit. In das Konzept fließen demnach auch aktuelle Forschungsergebnisse aus einer Kooperation mit dem Potsdamer Zentrum für Zeithistorische Forschung (ZZF) ein. Wann es umgesetzt werden soll, ist allerdings ebenso offen wie die damit verbundenen Kosten.

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Quelle: Potsdamer Neueste Nachrichten, von Henri Kramer. Ein Konzept für das Gelände der ehemaligen DDR-Grenzanlagen am Jungfernsee fordern die Grünen. Vor allem der frühere Grenzturm an der Bertinistraße und das frühere Wasserwerk sollten in die Überlegungen einbezogen werden, erklären die Grünen in einem Antrag für die nächste Stadtverordnetenversammlung am 7. Oktober. Für das Konzept soll die Stadtverwaltung demnach mit dem Verein »Erinnerungsorte Potsdamer Grenze« zusammenarbeiten, in dem sich zahlreiche Potsdamer Persönlichkeiten engagieren, etwa die Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur, Ulrike Poppe. Bis März 2016 soll das Konzept vorliegen – schon jetzt wird etwa ein Informationspfad entlang des Jungfernsees von der Bertinistraße bis zur Glienicker Brücke vorgeschlagen. Die Grünen fordern weiterhin, dass bis dahin authentische Bauwerke aus der Zeit nicht abgerissen werden dürfen. In der Vergangenheit hatte es mehrfach Kritik an dem Umgang der Stadt mit der DDR-Geschichte gegeben.

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